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Uranmunition

Golfkriegssyndrom existiert!             aus dem FreiRaum Dez.04, Marion Küpker

Eine unabhängige Untersuchung über die Existenz des Golfkriegssyndroms fand in Großbritannien statt. Angeleitet wurde sie von dem hoch angesehenen ehemaligen Richter Lord Lloyd von Berwick und ergab, dass vorhandene Studien vom Verteidigungsministerium ignoriert und die Existenz dieses Syndroms durchweg geleugnet werden. Dabei gibt es „viele Gründe” diese Existenz akzeptieren zu müssen. Gefordert wurde vom Verteidigungsministerium einen sofortigen Fond für Entschädigungszahlungen an Veteranen zu erstellen und das die Ergebnisse dieser Untersuchung ohne Verzögerung anerkannt werden müssen. Der Bericht besagt, dass Veteranen zweimal so oft an Gesundheitsproblemen leiden, als wenn sie in einem anderen Beruf gearbeitet hätten. Es wurde akzeptiert, dass die Gründe hierfür in einer Kombination: u. a. der Einatmung von Uranstaub („abgereichertes“ Uran), verschiedene Impfungen, dem Einsprühen der Zelte mit Pestiziden und geringen Nervengasen, liegen.

Es wurde erklärt, obwohl weitere Untersuchungen notwendig seien, es keine Gründe für das Verteidigungsministerium geben kann nicht zu akzeptieren, dass die Krankheiten die Ergebnisse des Einsatzes in der Golfregion von 1991 sind.

Die Frage, ob diese Krankheiten als Syndrom bezeichnet werden können wurde bejahrt. Diese Symptome sind sehr umfassend und das Ungewöhnliche ist das Ausmaß und die Intensität dieser Krankheitssymptome. Es wird davon ausgegangen, dass ca. 6000 britische Veteranen hieran leiden. Ihre Probleme beinhalten Krebs, chronische Müdigkeit, Hautausschläge, traumatischer Stress und schmerzende Gelenke.  

Tony Flint von der Nationalen Golfkriegsveteranen und Familien Organisation sagte: “dieser Bericht wird dem gerecht, was Veteranen bereits seit vielen Jahren über das Golfkriegssyndrom sagen. Der Bericht war um ein vielfaches besser als ich mir vorstellte und das Golfkriegssyndrom endlich anerkannt zu bekommen, bedeutet uns eine sehr viel“.

Der Sprecher des Verteidigungsministerium sagte hierzu:“ Sobald wir die Gelegenheit haben die Ergebnisse dieser Untersuchung zu prüfen, werden wir eine Antwort erwägen“.  
 
 

 

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Zuletzt geändert: 09.07.2006