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Uranmunition

"Balkansyndrom" löst umfassende Vorsorgeuntersuchungen aus.


Trotz Skepsis auf Expertenseite teilten mehrer Länder, darunter Schweden,mit, daß es Vorsorgeuntersuchungen von Personen geben wird, die in den Friedensstreikräften auf dem Balkan gedient haben. Es soll kontrolliert werden, ob jemand durch DU in amerikanischer panzerbrechender Munition zu Schaden gekommen ist. Insgesamt sind es nun 22 Länder, die irgendeine Form von Untersuchungen ihrer Balkansoldaten eingeleitet oder vorbereitet haben, berichtet die dänische Nachrichtenagentur Ritzau.
In großbritannien soll es nun freiwillige Vorsorgeuntersuchungen für sowohl für Militärs als auch für Zivilsten geben. Aber das unterstreicht, daß diese auf der weit verbreiteten Unruhe beruhen, ohne dass es irgendeinen Beweis für einen Zusammenhang zwischen sog. DU-Munition und dem "Balkansyndrom" gibt. Überall in der EU hat sich die Forderung nach Untersuchungen von Soldaten, die auf dem Balkan und Golfkrieg gedient haben,in den letzten Tagen verstärkt. In Schweden wird es Stichprobenkontrollen geben, teilte Oberbefehlshaber Johan Hederstedt mit. Ungefähr 10.000 schwedische Soldaten haben seit 1993 auf dem Balkan gedient. Die EU-Kommission bereitet eine eigene Auswertung über die Risiken der DU vor, die im Kosovo und Bosnien verwendet wurde. Die EU-Länder denken doch nicht daran, eigene Untersuchungen über die Ursachen vor, an denen 21 Friedenssoldaten auf dem Balkan an Krebs erkrankt sind.

Schweden wartet bei der Balkankrankheit ab

Die Krebsfälle unter den friedensbewahrenden Truppen auf dem Balkan beunruhigt viele EU-Länder Die Debatte in Europa über Gesundheitsrisiken durch Du, die die USA in drei Kriegen in den 1990er Jahren verwendet haben, wird heftiger. Aber
Schweden entscheidet sich, ruhig zu bleiben. Schweden spielt in der Eigenschaft als EU-Wortführer eine Schlüsselrolle, aber das Militär untersucht mehr Fakten erst, wenn etwas passiert. Die Balkansoldaten von u.a. Italien, Belgien und Spanien, haben
verschiedene Krebsformen erlitten, seitdem sie vom Balkan zurückgekehrt sind, auch wenn keinen Beweis gibt, daß die Krankheiten durch DU verursacht wurden. Aber Griechenlands Verteidigungsminister  Tsohatzopoulos hat seinen schwedischen Kollegen gebeten, die Frage von gemeinsamen Maßnahmen beim nächsten Ministerratstreffen aufzunehmen.
In Finnland hat das Verteidigungsministerium beschlossen, Untersuchungen den Friedensbewahrern einzuleiten, die Uran ausgesetzt waren und in Dänemark hat ein Arzt eine Telefonhotline eingerichtet, an die sich frühere Balkansoldaten und deren Angehörige wenden können. In Schweden begnügt sich die internationale Militäreinheit, Informationsmaterial für die Balkansoldaten zusammenzustellen. -Wir nehmen die Unruhe sehr ernst und wir werden analysieren, was andere gemacht haben. Aber wir müssen uns an die Fakten halten. Nur zu sagen, daß"aus psychologischen Gründen alles offen gelegt werden soll, was wir haben"(?), das wirkt wie Humbug, sagt Oberleutnant Anders Eisen.

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Zuletzt geändert: 09.07.2006