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Uranmunition

Bundeswehr testete laut NDR Uranmunition

Die Bundeswehr hat nach Informationen des NDR schon vor 20 Jahren Uranmunition zu Testzwecken verschossen. Ein ehemaliger Soldat sagte dem Sender, er habe im Jahr 1980 auf dem Übungsplatz Sennelager bei Paderborn etwa zehn Patronen mit abgereichertem Uran verschossen. Vor Gesundheitsgefahren sei er nicht gewarnt worden. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums sagte dem NDR, derzeit könne er die Angaben des Soldaten nicht bestätigen.
      
Der Wissenschaftler und Leiter des Berliner Informationszentrums für Transatlantische Sicherheit, Otfried Nassauer, sagte dem NDR, die Aussagen des Mannes "passen zusammen". Ein Foto des Soldaten neben dem beschossenen Panzerwrack zeige Merkmale, die den Einschussspuren von Uranmunition ähnelten.
      
Gertz: Kritik an mangelnder Ausbildung von Soldaten
      
Der Vorsitzende des Bundeswehr-Verbands, Bernhard Gertz, kritisierte unterdessen die mangelnde Ausbildung von 1996 und Anfang 1997 in Bosnien stationierten Bundeswehrsoldaten. Nicht nur zu Beginn des Kosovo-Einsatzes sei das erste deutsche Kontingent im Juni 1999 im Umgang mit Uran-Munition nicht ausgebildet gewesen, sagte Gertz dem "Tagesspiegel".
      
Auch für die ersten in Bosnien stationierten Soldaten habe es keine "konkrete, vollständige, durch Ausbildung gestützte Unterrichtung gegeben". Erst ab dem Frühjahr 1997 sei der Umgang mit Uranmunition auch in der Ausbildung der betroffenen Soldaten zum Thema geworden.

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Zuletzt geändert: 09.07.2006