Uranmunition
Russen untersuchen Strahlenbelastung
MOSKAU, 9. Januar (dpa). Russische Militärexperten haben im Einsatzgebiet der
russischen Blauhelme in Kosovo Untersuchungen über eine eventuelle
Strahlenbelastung durch uranhaltige Munition der Nato aufgenommen. Das bestätigte
am Dienstag der stellvertretende Kommandeur der russischen Luftlandetruppen,
General Nikolaj Staskow. Zudem solle in den nächsten Tagen eine weitere
Expertengruppe zu breiter angelegten Tests nach Kosovo entsandt werden, kündigte
der Leiter der Abteilung Umweltschutz im Verteidigungsministerium, General Boris
Alexejew, an. Erste Überprüfungen des Einsatzgebietes der russischen
UN-Soldaten ergaben nach Alexejews Angaben keine überhöhten Strahlenwerte.
Die russischen Strahlenexperten wollen in Kosovo alle verseuchten Gebiete
feststellen, um diese dann abzusperren. Bei den etwa 5000 Soldaten, die Russland
nach Kosovo und nach Bosnien-Herzegowina entsandt hat, sind bisher keine
strahlenbedingten Krankheiten aufgetreten.
(Quelle: Frankfurter Rundschau - online)
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