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Uranmunition

Bisher scheint die Geheimhaltung in der Bundeswehr zu funktionieren.
Oder die Pressezensur, die ja laut Grundgesetz nicht stattfindet. Über
kranke deutsche Soldaten infolge der DU-Munition haben wir jedenfalls
noch keine Veröffentlichungen gefunden. Wir nehmen jedoch nicht an, daß
sie die chemisch toxische und Strahlungswirkung besser vertragen, als
ihre portugiesischen und dänischen Kollegen. Wir wollen die
Nachrichtenunterdrückung der Bundeswehr gerne durchbrechen.
Wer also etwas weiß, möge es bitte mailen an
initiative@bundeswehrabschaffen.de"

Kommentar von Ralf Cüppers:

Zum Tode von André Horn

Den Stabsärzte, die die Meningitiserkrankung eines im Kosovo stationierten Bundeswehrsoldaten nicht erkannt und nicht behandelt haben, wurde Schlamperei vorgeworfen.

Ausnahmsweise muß ich meine "Kollegen" Ärzte einmal in Schutz nehmen.
Die zitierten Besserwisser haben gut reden. Natürlich weiß ein Arzt, was
er zu tun hat, wenn er den Verdacht auf Meningokokkeninfektion hat. Die
Tatsache, daß die Stabsärzte des genannten Soldaten dieses nicht getan
haben, beweist nur, daß sie diesen Verdacht nicht hatten. Ich sage:
nicht haben konnten.
Weshalb?
Meningokokkeninfektionen sind häufig bei Kindern, seltener bei sehr
alten Menschen. Ganz selten jedoch bei jungen Erwachsenen, es sei denn,
sie haben ein erheblich geschwächtes Immunsystem wie z.B. bei AIDS.
Wenn ich also einen jungen Mann vor mir habe, der nicht AIDS-infiziert
ist, werde ich also zunächst nicht daran denken, ihn auf Meningokokken
untersuchen. Die Stabsärzte im Kosovo handelten genauso.
Dieses ist jedoch nicht richtig:
Nun habe ich die Forschungsergebnisse von Prof. Dr. Siegwart Horst
Günther zur Kenntnis genommen und in einer Broschüre "Urangeschosse"
zusammengefaßt. Ich weiß also, daß im Kosovo stationierte Soldaten auch
jenseits von AIDS eine guten Grund haben, sich dort ein geschwächtes
Immunsystem zuzuziehen. Also wäre bei mir ein solcher Fehler
unverzeihlich. Ich gehe jedoch davon aus, daß die Bundeswehr diese
Forschungsergebnisse selbst nicht veröffentlicht hat, geschweige denn,
daß sie ihre Stabsärzte und Sanitäter ausdrücklich über diese Gefahr
unterrichtet. Die Bundeswehr hat bisher alles getan, um die
Informationen über die immunsystemschädigende Wirkung der von der NATO
eingesetzten Uranmunition zu vertuschen, auch gegenüber ihren eigenen
Leuten. Da ich nicht erwarten kann, daß die Stabsärzte und Sanitäter von
sich aus unsere homepage www.bundeswehrabschaffen.de finden, sie von der
Bundeswehr nicht informiert wurden, kann man ihnen keinen Vorwurf der
Schlamperei machen. Es ist also unsere Aufgabe, die Information über die
immunsystemschädigende Wirkung der von der NATO eingesetzten
Uranmunition zu verbreiten, daß beim nächsten Mal jeder Stabsarzt daran
denkt und das Leben des Soldaten vielleicht noch gerettet werden kann.

"Ein Journalist, der den Anwalt des André Horn nach der Möglichkeit einer Uranvergiftung befragt hatte, zitiert diesen mit den Worten: "Er hatte bislang noch nicht an die Möglichkeit gedacht" genau das ist das Problem, auch bei den Stabsärzten, die nicht daran gedacht haben, daß ein ansonsten gesunder junger Mann Meningitis haben könnte.
Ich behaupte nicht, daß Uran die Ursache seiner Immunschwäche sein muß. Wenn sich eine andere Ursache der Immunschwäche findet, die bekannteste ist wohl AIDS, dann würde man auch an "opportunistische Infektionen" denken.
Diesem Anwalt war jedoch bekannt, daß ein zeitgleich mit André Horn im Kosovo stationierter Bundeswehrsoldat an einer "merkwürdige" Lungenentzündungssymptomatik erkrankt ist. Eine "merkwürdige" Lungenentzündungssymptomatik, die geradezu beweisend für das Vorliegen einer Immunschwäche ist, ist die sogenannte Pneumocystis-Carinii-Infektion der Lunge, (die befällt ansonsten auch AIDS-Kranke). Ich wäre jetzt neugierig, ob es sich genau darum handelte."

So langsam glaube ich, es ist gelungen, daß das Verbrechen der NATO nicht mehr totgeschwiegen werden kann, auch wenn es Rudolf Scharping nach Kräften versucht:

"Verteidigungsministerium: Keine Kranken durch Uran-Munition

Berlin (Reuters) - Die Bundeswehr hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums keinen Hinweis darauf, dass deutsche Friedenssoldaten bei ihrem Einsatz im Kosovo Erkrankungen durch Reste von Uran-Munition erlitten haben. Bei Untersuchungen von Soldaten seien bislang keine Erkrankungen festgestellt worden, die auf Kontakte mit Uran belasteter Munition zurückzuführen seien, sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Samstagabend der Nachrichtenagentur Reuters. Die Untersuchungen liefen seit Ende vergangenen Jahres und umfassten einen repräsentativen Querschnitt der zurückkehrenden Truppe. Die Zahl der bislang untersuchten Soldaten war der Sprecherin nach eigenen Angaben nicht bekannt."

Das scheint nicht gelogen: der verstorbene André Horn ist ja gerade nicht daraufhin untersucht worden, auch nicht sein an der "merkwürdigen" Lungenentzündungssymptomatik erkrankte Kamerad.

"Presseberichten zufolge stehen von der NATO im Kosovo-Krieg 1999 eingesetzte Urangeschosse im Verdacht, unter anderem Krebs auszulösen. Die als "Balkan-Syndrom" bezeichnete Erkrankung unter ehemaligen Friedenssoldaten und Hilfskräften in Jugoslawien hat Besorgnis in mehreren europäischen Staaten ausgelöst, die Friedenstruppen auf den Balkan entsandt haben.

In Italien sind nach Zeitungsberichten vom Samstag bislang fünf ehemalige Friedenssoldaten an Krebs gestorben, deren Leiden in Verbindung mit dem "Balkan-Syndrom" gestanden habe. Die Militär-Staatsanwaltschaft ermittle in etwa 20 derartigen Fällen. Belgien hatte am Freitag die Staaten der Europäischen Union (EU) aufgefordert, bei der Erforschung des "Balkan-Syndroms" zusammenzuarbeiten. Verteidigungsminister Andre Flahaut forderte seine 14 Amtskollegen auf, über das Problem auf einer Sondersitzung zu beraten. Nach Angaben des belgischen Verteidigungsministeriums sind neun ehemalige Friedenssoldaten an Krebs erkrankt, die in Bosnien und anderen Teilen des ehemaligen Jugoslawien eingesetzt waren. Fünf sollen Presseberichten zufolge gestorben sein."

Heute wurde der sechste Todesfall an Leukämie im Radio bekannt gegeben!

"Das US-Verteidigungsministerium hatte im März erklärt, von den Überresten der Geschosse gehe keine Gefahr für die Gesundheit aus. Die NATO hatte die Urangeschosse als panzerbrechende Munition eingesetzt. Belgien fordert EU-Beratungen über "Balkan-Syndrom"

"Brüssel (Reuters) - Belgien hat am Freitag die Verteidigungsminister der 15 EU-Staaten zu Beratungen über als "Balkan-Syndrom" bezeichnete Erkrankungen unter ehemaligen Friedenssoldaten und Hilfskräften in Jugoslawien aufgefordert. Der belgische Verteidigungsminister Andre Flahaut wandte sich deshalb an den schwedischen Verteidigungsminister Björn von Sydow, dessen Land am Montag die EU-Ratspräsidenschaft übernimmt. Das belgische Verteidigungsministerium erklärte, die EU-Staaten sollten bei der Erforschung des "Balkan-Sydroms" zusammenarbeiten und gemeinsam weitere Schritte einleiten. Die EU-Verteidigungsminister sollten das Problem auf einer Sondersitzung analysieren.

Presseberichten zufolge stehen die von der NATO im Kosovo- Krieg 1999 eingesetzten Urangeschosse im Verdacht, unter anderem auch Krebs auszulösen. Die NATO hatte die Geschosse im Kosovo-Krieg als panzerbrechende Munition eingesetzt. Das US-Verteidigungsministerium hatte im März erklärt, von den Überresten der Geschosse gehe keine Gesundheitsgefahr aus.

Nach Angaben des belgischen Verteidigungsministeriums sind neun ehemalige Friedenssoldaten an Krebs erkrankt, die in Bosnien und anderen Teilen des ehemaligen Jugoslawiens eingesetzt waren. Fünf sollen Presseberichten zufolge gestorben sein. Andere Teilnehmer an Friedenseinsätzen im ehemaligen Jugoslawien litten unter anderem an Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit, deren Ursache unklar sei, teilte das Ministerium mit."

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Zuletzt geändert: 09.07.2006