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Initiative Bundeswehr abschaffen | ||||||||||||||||||
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UranmunitionDie
Administration Bush, welche die Regierung Israel in ihrem Kolonialkrieg
gegen Libanon vorbehaltlos unterstützt, liefert grosse Mengen an
ultramodernen Waffen. In diesen Tagen werden Laser-gesteuerte
Bunker-Buster-Bomben des Typ's GBU-28 geliefert. Sie enthalten einen
Wirkungsteil aus abgereichertem Uran, dessen kanzerogene und verheerende
Wirkungen auf die Gesundheit und das menschliche Erbgut bekannt sind. Die
Bomben werden vermutlich aus dem Depot Camp Darby in Italien geliefert,
und der Besuch von Condoleezza Rice in Rom hat vermutlich nur das Ziel
der israelischen Armee Zeit zu verschaffen, die Offensive fortzusetzen
und den langsamen nuklearen Tod abzuwerfen. Am vergangenen 23. Juli besuchte
die US-Aussenministerin Israel. Sie autorisierte Israel nicht nur, mit
der Bombardierung des Libanon fortzufahren, sondern sie sogar zu
intensivieren. Dies nicht nur mit Worten. Die «New York Times» hat am 22. Juli
enthüllt, dass die Bush-Administration in der Woche zuvor und auf Wunsch
der israelischen Regierung eine grosse Ladung satelliten- bzw.
lasergelenkter Bomben nach Israel geschickt hat. Dies bestätigen
Quellen innerhalb der US-Administration, die anonym bleiben wollen.
Diese Nachschublieferung macht verständlich, dass «Israel im Libanon
noch eine lange Pendenzenliste zu erledigen hat». In einer
Pressekonferenz, über die die «Jerusalem Post» am 21. Juli berichtete,
liess ein israelischer Bomberpilot verlauten, dass die F-16-Bomber des 1.
Geschwaders, die in weniger als 10 Minuten Beirut erreichten, 23 Tonnen
Bomben auf einen Vorort abgeworfen haben. Es sei vermutet worden, dass
sich dort die Führer der Hisbollah in einem Keller-Bunker verbergen. Doch
ausser «Kollateralschäden» für die Einwohner dieses Quartiers sei nichts
erreicht worden. Aber
jetzt kommen neue Bomben, made in USA, und zwar in einem «package» mit
anderen Waffen, deren Verkauf an Israel Washington im letzten Jahr
freigegeben hat. Darunter befinden sich auch GBU-28-Bomben: Eine Maxibombe mit
Laserlenkung von etwa 2,3 Tonnen Gewicht. In den Ausfuhrdokumenten
ist sie beschrieben als «eine Spezialwaffe, geschaffen, um tief unter
der Erde gelegene, eingebunkerte Kommandoeinrichtungen zu zerstören».
Das Dokument präzisiert, dass «die israelische Luftwaffe die GBU-28
mit den F-15 Bombern einsetzen werden» (welche wie die F-16 von den
USA geliefert worden sind). David Siegel, der Sprecher der israelischen
Botschaft in Washington, sagte: «Wir brauchen diese Präzisionsmunition,
um die militärischen Kapazitäten der Hizbollah zu neutralisieren und
dabei zivile Schäden möglichst klein zu halten». Die GBU-28 seien deshalb
«humanitäre Bomben». In der Lieferung aus den USA sind «mindestens 100
GBU-28» enthalten. […] Die Superbombe kommt via Italien In der US-Logistikbasis Camp Derby in Italien sind die Bomben für die US-Geschwader gelagert, die im Mittelmeer, Nordafrika und im Mittleren Osten zum Einsatz kommen. Diese Logistikbasis liegt zwischen dem Hafen von Livorno und dem Flughafen von Pisa. Von dort aus wurden schon der grösste Teil der Bomben und Flugkörper ausgeliefert, die in beiden Kriegen gegen den Irak und gegen Jugoslawien eingesetzt worden sind. Da die Administration Bush in der letzten Woche beschlossen hat, diese Waffen im «beschleunigten Verfahren» per Schiff oder Frachtflugzeug oder beides gemeinsam zu liefern, ist es nur logisch, dass Camp Darby der Ausgangspunkt ist. Ein weiterer Hinweis stützt diese Hypothese. Gemäss Global Security (einer Organisation in den Vereinigten Staaten, deren Informationen sich bis jetzt als zuverlässig erwiesen haben), ist die 31. US-Munitionsstaffel, die ab Camp Darby operiert, «verantwortlich für das wichtigste konventionelle Munitionslager der Luftwaffe der Vereinigten Staaten in Europa. Dieser <Nachschubverband> bewirtschaftet 21.000 Tonnen Bomben in Italien und zwei Depots in Israel». Es besteht damit ein organischer Zusammenhang zwischen der italienischen Nachschubbasis Camp Darby und den zwei Depots in Israel, in welchen die US-Bomben gelagert sind. Es ist darum anzunehmen, dass die abgeworfenen Bomben und jene, noch zerstörerischen, die auf Libanon abgeworfen werden, via Camp Darby aus Italien kommen. Ausserdem wird auf das italienische Gesetz Nr. 94 vom 17. Mai 2005 verwiesen, welches die Zusammenarbeit zwischen den Verteidigungsministerien bzw. den Armeen von Italien und Israel regelt, insbesondere den «Import, Export und Transit von Militärmaterial». Bush: «Krieg in Libanon ist Schritt zum Frieden» Dies alles muss man sich vor Augen halten, wenn Condoleezza Rice im Palazzo Madama (Sitz der italienischen Regierung) das Wort ergreifen wird, um die Position der US-Regierung zu erklären. Gemäss der Washington Post vom 21. Juli sagte sie: «Präsident Bush hält den Krieg im Mittleren Osten für einen Schritt zum Frieden.» Der Präsident sei «gegen einen sofortigen Waffenstillstand, denn es gäbe zur Zeit eine Gelegenheit, die Hizbollah zu verjagen, die man ausnützen müsse, selbst wenn man dadurch mit anderen schweren Konsequenzen konfrontiert werde». Der Präsident «leide mit, wenn Leben ausgelöscht werde, er sei aber überzeugt, dass der Moment gekommen sei, Klarheit zu schaffen.» Friedenstruppe soll radioaktive Bombenkrater bewachen Das einzige, was wirklich schon klar ist, ist dass Israel seit längerem den Krieg gegen Libanon geplant hat, und zwar in enger Koordination mit Washington. Auch wurde ein Casus belli geschaffen, indem zwei israelische Soldaten entführt wurden und zwar nicht etwa auf israelischem Territorium, sondern auf libanesischem. Dies gab den Anlass, den Libanon in Blut und Feuer zu tauchen und um den Krieg gegen Syrien und Iran vorzubereiten. Die Konferenz in Rom, bei der die Gegenseite (Hizbollah und Syrien) nicht vertreten sein wird, wird einzig dazu dienen, der israelischen Luftwaffe noch etwas Zeit zu verschaffen, um ihr Zerstörungswerk zu vervollständigen, damit dann die «internationale Friedenstruppe» die offenen Krater der GBU-28 bewachen kann. Aus
dem Französischen übersetzt von Zeit-Fragen Originalquelle:
www.ilmanifesto.it/Quotidiano-archivio/23-Luglio-2006 Zeit-Fragen Nr. 31 vom 31.7.2006 © 2006 Genossenschaft Zeit-Fragen
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| Zuletzt geändert: 05.08.2006 | |||||||||||||||||||