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Uranmunition

1.
Die britische Marine soll damit aufhören, DU-Munition zu verwenden. Das
wurde klar, als BBC ein Internet-Dokument des Pentagons aus dem Jahre
1993 enthüllte, das vor der erhöhten Kriegsgefahr aufgrund der
Uranmunition warnte.
Die amerikanischen Waffenfabriken, die die Marine mit schwerer
panzerbrechender Munition versorgt haben, haben nun schlecht und recht
versucht, Uran herauszunehmen und an Stelle dessen das Schwermetall
Wolfram zu verwenden. Die Marine rechnet damit, daß ihnen die
Uranmunition bis zum Jahr 2003 ausgeht und will nicht ausschließen, daß
es schon früher ausgeht.
Eine Gesellschaft, die an das britische Atomministerium angeschlossen
ist, hat schon in den frühen 90er Jahren vor Uranmunition gewarnt. Die
Gesellschaft hat berechnet, wenn acht Prozent der im Golfkrieg
verwendeten Uranmunition (als Uranoxidstaub) inhaliert wird, kann das zu
einer halben Million Todesfälle bis zum Jahr 2000 führen.
300 Serben sind an Krebs gestorben.
Die britische Zeitung "The Independent" schrieb heute (14.1.2000) über
eine Vorstadt von Sarajewo, die 1995 einem schweren Bombardement der
NATO ausgesetzt war. Munition mit abgereichertem Uran wurde verwendet.
300 der 5000 Einwohner sind nach Journalistenberichten mittlerweile an
Krebs gestorben, viele davon an Blutkrebs.
Es liegen weiterhin 270 Tonnen Uranmunition auf den alten
Schlachtfeldern von Irak und Kuwait. Im Kosovo haben die NATO Truppen
etwa 27 Tonnen Uranmunition abgefeuert, in Bosnien eine geringere Menge.

2.
Bereits 1999 hat die NATO eine Warnung über mögliche schädliche Wirkung
gesendet.
UNEP hat umfassende Proben an 11 Orten genommen, die von der NATO mit
abgereichertem Uran bombardiert wurden.

3.
Krebs bedroht den Kosovo
Das NATO-Bombardement des Vorjahres von Kosovo und Serbien kostet
weiterhin Leben. Ein britischer Biologe fürchtet, daß die Granaten mit
Uran bei über 10000 Kosovobewohner tödlichen Krebs hervorrufen werden.
Nun sollen die Vereinten Nationen etwas genauer hinsehen.
Von Björn K. Bore, Dagbladet
Das ist die sogenannte DU-Munition, die das Problem ist. Die Granaten
enthalten abgereicherts Uran, das die Projektile in Stand setzt, Panzer
zu durchschlagen. Die DU-Granaten sind Standardausrüstung des
amerikanischen Anti-Panzer-Flugzeuges "Warzenschwein".
Insgesamt sind bei 31000 Einsätzen im Luftkrieg über Jugoslawien diese
Granaten abgefeuert worden. Nun sollen 12 Experten des
UN-Umweltprogrammes UNEP den Schaden aufnehmen.
Wir sollen Versuchen, die Schäden zu beschreiben, welches Risiko die
Bombardierung für die Bevölkerung ausmacht, sagte UNEP Sprecher Tore J
Brevik zur Aftenposten.
Große Schäden
Wenn das Uran in den Granaten niederbricht, wird es zu Schwermetallen.
Staub mit Schwermetallpartikeln kann Krebs verursachen, Nervenschäden und
Immunschwäche verursachen und die Gefahr für genetische Schäden
steigern. Die Partikel können vom Wind über 30 Meilen vom Einschlag
verfrachtet werden. Die Schäden werden groß Der britische Biologe Roger
Coghill hatte früher zu BBC gesagt, daß der Urangranatengebrauch im
Kosovo zu 10000 Krebstodesfällen führen kann.
Während des Golfkrieges haben eine Reihe Soldaten Probleme bekommen,
nachdem sie einer Vergiftung mit Uranmunition ausgesetzt waren.
Die NATO hatte früher geleugnet, daß sie DU-Granaten im Kosovo
eingesetzt haben, will jedoch mit den Vereinten Nationen Forschern
zusammenarbeiten.

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Zuletzt geändert: 09.07.2006