Aktuelles und Aktionen zum Pazifismus und Bundeswehr abschaffen Bildung ohne Bundeswehr

Aktion an der Goethe-Schule-Harburg in Hamburg

Link zum Aktionsbericht:
Bildung ohne Bundeswehr. Bundeswehr raus aus der Goethe-Schule.


Am Mittwochmorgen, es war noch dunkel und die meisten KollegInnen waren auf dem Weg zur Lohnarbeit, haben wir vor der Goethe-Schule Harburg (#GSH) gegen die Beteiligung der #Bundeswehr am Berufsinformationstag protestiert. Dass dies kein Tag wie jeder andere sein würde, kündigten bereits Plakate an, um rund um die Stadtteilschule mit gymnasialer Oberstufe hingen und auf denen gefordert wurde: "Bundeswehr raus aus der Goethe-Schule-Harburg!"

Mit über einem Dutzend Aktivisten haben wir die LehrerInnen und SchülerInnen am Haupteingang der GSH mit einem Sarg (zum Probeliegen), Musik, Transparenten und jeder Menge Flyer gegen die Agitation und Propaganda des Militärs an Schulen empfangen. Auch am nahegelegenen Gebäude B, wo unter anderem die Bundeswehr ihre Reklame verbreitete und Jugendliche das Blaue vom Himmel versprach, begrüßten wir die TeilnehmerInnen vor den Türen. Diese wurden zum allgemeinen Amüsement von LehrerInnen bewacht, die offenkundig damit beauftragt waren durchzusetzen, dass nur "GSH-Angehörige" die Räumlichkeiten betreten.

Die Reaktionen auf unsere Proteste waren überwiegend positiv. Es gab nicht nur LehrerInnen, die uns Mut zu sprachen. Einige holten sich bei uns Informationsmaterial, das sie an KollegInnen weitergeben wollten. Andere bedankten sich ausdrücklich für unser Engagement und dafür, dass wir den Unmut gegen die Militärwerbung und -rekrutierung artikulierten. Viele SchülerInnen - jung und alt - zeigten ebenfalls reges Interesse an Diskussionen - und an der Aufkleber-Auslage der Deutsche Friedensgesellschaft (dfg-vk) - Regionalgruppe Hamburg. So viel Interesse konnten auch die finster dreinblickenden Aufseher - mutmaßlich die Hausmeister - am Schuleingang nicht trüben.

Zum Berufsinformationstag hatte das Organisationsteam (Frau Habbert, Herrn Nee, Frau Kramer und Herrn Stechmann) nicht nur die SchülerInnen der Jahrgangsstufen 8 bis 10 und 12 der GSH eingeladen, sondern auch Klassen Staatliche Gewerbeschule für Ernährung und Hauswirtschaft (G3) und der Stadtteilschule Finkenwerder. Dass das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg die GSH wegen des Berufsinformationstags mit dem Siegel für eine "Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung" ausgezeichnet hat, ist schwer vorstellbar. Wer seine SchülerInnen dem Militär und McDonald's vermittelt, handelt wenig "vorbildlich". Schließlich sollte man Kinder doch weder beibringen, dass Töten und Sterben für die Interessen der Wirtschaft und Politik noch schlechte Arbeitsbedingungen und Bezahlung Zukunftsmodelle für Jugendliche sind.

 


Link zum Aktionsbericht:
Bildung ohne Bundeswehr. Bundeswehr raus aus der Goethe-Schule.